Blutentnahme

Identifikation des Patienten

  • Eine korrekte Patientenidentifikation ist oberstes Gebot
  • (Name, Vorname, Geburtsdatum).
  • Patientenangaben auf dem Auftrag/Überweisungsschein als Eindruck, bei handschriftlicher Angabe in Druckbuchstaben.

Identifikation der Probe

  • Probengefäße müssen eindeutig identifizierbar sein.
  • Barcode-Etiketten sorgen für eine sichere Identifikation.
  • Die Identifikation sollte stets auf dem Primärgefäß erfolgen.

Identifikation der Probe nie auf Deckel, Umverpackung oder Transportbehälter!

Für die tägliche Routine sind folgende Einflussgrößen wichtig:
kurzfristig währende Einflüsse

  • Schwankungen im Verlauf der Tagesrhythmik
  • (z. B. zirkdiane Schwankungen bei Hormonen)
  • Körperlage bei der Blutabnahme
  • Körperliche Belastung vor Blutabnahme
  • Nahrungskarenz vor Blutabnahme

Empfehlungen zur Standardisierung der Blutentnahme

  • Die Blutentnahme möglichst immer zum selben Zeitpunkt
  • (günstig: 7:00 - 9:00 Uhr) am nüchternen Patienten
  • (Nahrungskarenz 12 - 14 Std., Alkoholexzesse > 24 Stunden) vornehmen.
  • Der Patient sollte extreme körperliche Aktivitäten (z. B. Sport) am Vortag der Blutentnahme unterlassen.
  • Die Blutabnahme immer bei der gleichen Körperlage des Patienten
  • (sitzend oder liegend) vornehmen.
  • Arzneimitteleinnahme unbedingt auf dem Anforderungsschein angeben.
  • Bei speziellen Untersuchungen vorher im Leistungsverzeichnis nachschlagen, ob zusätzliche Vorgaben zu beachten sind.

Reihenfolge der Probenentnahme

  • Um Sterilität zu gewährleisten, sollten Blutkulturen immer zuerst abgenommen werden.
  • Um Kontaminationen mit Zusätzen zu vermeiden, wird Blut immer zuerst in Gefäße ohne Zusätze abgenommen.
  • Bei den nachfolgenden Gefäßen mit Zusätzen (EDTA, NaF, Heparin, Citrat) wird immer zuerst das Citratgefäß vollständig (!) gefüllt.
  • Nie das Citratgefäß als allererstes Röhrchen füllen, da sonst die Probe mit Gewebsflüssigkeit verunreinigt werden kann (aktiviert die Gerinnung)!

Das Stauen vor der Blutentnahme
Lange Stauzeiten führen z. T. zu erheblichen Veränderungen der Messergebnisse. Die Stauzeit sollte daher so kurz wie möglich sein. Alle Hilfestellungen, wie z. B. ausgiebiges Pumpen mit der Hand oder das starke Beklopfen der Venen, sollten nicht routinemäßig angewendet werden
(auf echte Problemfälle beschränken).


Durchführung:

  • Anlegen des Stauschlauchs eine Handbreit oberhalb der Punktionsstelle.
  • Puls muss fühlbar sein (Staudruck ca. 50 – 100 mm Hg).
  • Desinfektion der anvisierten Punktionsstelle mit 70 % Isopropanol.
  • Nach 30 – 60 Sekunden Einwirkzeit mit trockenem Tupfer abwischen.
  • Stauzeit ca. 1 Minute.

Gewinnung des Untersuchungsmaterials

  1. Probenröhrchen, Kanüle und Tupfer vorbereitet?
  2. Vene ausgewählt?
  3. Desinfizieren!
  4. Punktionsstelle nicht mehr abtasten!
  5. ggf. zu lange Stauung lösen und neu anlegen.
  6. Handschuhe!
  7. Schutzhülle der Kanüle entfernen!
  8. Schliffseite der Kanüle nach oben!
  9. Haut spannen; Vene fixieren.
  10. Patient „vorwarnen“.
  11. Vene punktieren, Einstichwinkel unter 30°.
  12. Bei Blutfluss Stauung lockern.
  13. Proben entnehmen; Reihenfolge beachten.

PCR-Statistik

 Aktuelle Nachweise von resp. Infektionserregern mittels PCR

 

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